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Da das Cafe Glück jetzt an Montag Ruhetag macht, trifft sich der Bi-Stammtisch nun immer am 3. Dienstag jedes Monats.
Auch wenn uns das Strahlen von Alex nicht mehr begrüssen wird: Ab
19.30 trudeln die ein, die sich austauschen, kennenlernen, plaudern
wollen, was nicht selten zu intensiven Gesprächen zum Leben
"zwischen den Ufern" führt, das Viele von uns eher
überrachend mitten im Lauf des Lebens erwischt: Manche sogar
während einer anderen Beziehung, in einer Ehe, etliche erst im
Alter, andere schon in frühen Jahren.
Für einige ist es der Beginn einer Unsicherheit, für andere
zu einer langfristigen Veränderung,für alle ist es eine
Wohltat, sich dabei nicht alleine zu wissen.
Dabei ist die Vielfalt der Lebensstile die daraus entstehen, sehr
groß: Wie auch Oswalt Kolle beim internationalen Symposium in
Berlin deutlich machte, wird jede Biografie dabei einzigartig: Ob es
ein Abenteuer wird, eine Krise der Ehe bleibt, ein stilles Geheimnis
oder eine reife verantwortete Form: Für niemand ist es leicht, aus
der vermeintlichen Nrmalität zu fallen,und die wenigsten
können sich eine längere Beziehung mehrer Partner vorstellen,
und so sind auch alle Übergänge wieder verschiedene Wege.
Manchmal bekommen wir auch skurrilen Besuch: Der schwule Friseur aus
der Lindenstrasse sitzt an unserem Tisch und bringt uns mit seinen
Selbsthilfegruppen-Phantasien zum Lachen, aufgelöste Ehefrauen
fragen nach Rat, mit ihrer Freundinnen-Affaire oder mit dem schwulen
Techtelmechtel ihres Mannes umzugehen.
Es ist immer interessant, manchmal international, manchmal
interkulturell, und umfasst jedes Alter zwischen etwa 20 und 60, und
auch die Motorrad-Spritztouren des ansonsten biederen ehemannes sind
eine Lebensform...
Bundesweit tut sich noch etliches mehr, aber hier in München finden wir uns hier, im Internet auf der Homepage www.bi-muc.de (mit allen Links) und in zwei Mailinglisten; und natürlich im Cafe Glück, aber bitte jetzt nicht alle auf einmal:
Seit gut 12 Jahren sind konstant meist 10-15 Leute da, das macht das
Kennenlernen leicht. Falls du uns nicht in der Couchgruppe vor der
rechten Wand findest, frag bitte einen der netten Mitarbeiter, und lass
dich nicht von einer der vielen verführerischen Lesben in diesm
Lokal ansprechen!
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